Impressum Datenschutzerklärung

Der »Neue« rechnet schon mit einem Spitznamen

Westfalen-Blatt vom 8.5.2008

Foto: Hendrik Uffmann

Als zuständiger Dezernent stellte Dr. Albrecht Pohle gestern dem Kulturausschuss den neuen Leiter der Musik- und Kunstschule, Johannes Strzyzewski (50, rechts) vor

Johannes Strzyzewski stellt sich als MuKu-Leiter vor

Bielefeld (bp). Dass er alle nur denkbaren Spitznamen hatte und hat, daran ist Johannes Strzyzewski seit seiner Kindheit gewöhnt. Der neue Leiter der Bielefelder Musik- und Kunstschule (MuKu) weiß: »Auch hier bekomme ich sicher einen Spitznamen.« Was bei dem schwierigen Familiennamen kein Wunder ist.

Seine Frau, von Beruf (auch) Musiklehrerin, habe jedenfalls ihren Namen Hoffmann behalten. Johannes Strzyzewski, der sein neues Amt am 1. August diesen Jahres antritt, stellte sich gestern dem Kulturausschuss vor - und schaute sich anschließend gleich Wohnungen an.

Der 50-Jährige sieht es als Herausforderung an, mit die Weichen für die Zukunft der MuKu zu stellen, deren Unterricht dezentraler ausgerichtet sein soll. Zudem möchte er die Verknüpfung von Musik und Kunst unter der Überschrift »Kulturelle Bildung«.

Der Diplom-Musikpädagoge leitet zurzeit noch die Musikschule Nordhorn. Dort begann er seine Tätigkeit 2003. Vorher leitete er an der städtischen Musikschule in Hilden den Fachbereich Popmusik und unterrichtete Querflöte, Gitarre und Musiktheorie.

Strzyzewski studierte an der Musikhochschule Köln, arbeitete als Komponist vorwiegend im Filmmusikbereich. Er schrieb unter anderem das Kindermusical »Canto und das Geheimnis des Tritonus«, bislang mehr als 100 Mal deutschlandweit aufgeführt.

Er bestritt mehr als 1000 Konzerte, hat 15 CDs veröffentlicht. Spartenübergreifend arbeite er heute schon, sagt der neue MuKu-Leiter und erzählt von seinem Projekt »Sinfonic-Rock-Ensemble«, bei dem quer durch alle Musikstile Künstler zusammen arbeiten.

Als Dezernent Dr. Albrecht Peter Pohle ihn angerufen habe mit der Frage, ob er nach der Absage von Bianca Sitzius die MuKu-Leitung antreten wolle, habe er »nur eine Nacht drüber geschlafen« und dann zugesagt. Johannes Strzyzewski: »Ich wollte nach Bielefeld, die Aufgabe reizt mich ungeheuer.« Die Musik- und Kunstschule Am Sparrenberg kennt er bislang nur von außen. Die Besichtigung des Gebäudes innen wolle er »so bald wie möglich« nachholen, so Strzyzewski.