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Musical mit Magie

Magazin "Bielefelder" Ausgabe Juli 2011

Johannes Strzyzewski

Der Blocksberg liegt in Bielefeld. Zumindest drei Tage und fünf Vorstellungen lang. 120 Musiker, 20 Solisten und 40 Tänzer der Musik- und Kunstschule verwandeln die Bühne der Rudolf-Oetker-Halle vom 14. bis zum 16. Juli in einen brodelnden Hexenkessel. Mit Musik, Kunst, Tanz und Schauspiel und einer guten Portion Mystik und Magie. "Der Tanz um den Hexenkessel" ist ein spannendes Gesamtkunstwerk" unterstreicht Johannes Strzyzewski, Leiter der Musik- und Kunstschule, mit Blick auf die Beteiligung aller Disziplinen.

Musik, Kunst, Tanz und Schauspiel sind in die Musicalproduktion eingebunden. Und jeder macht etwas damit", erzählt der 53-Jährige. Die Musik stammt von ihm. Die Geschichte, die in und um Bielefeld spielt, hat die Bielefelder Autorin Sandra Kurz geschrieben. Seit einem Jahr proben Schauspieler, Sänger, Musiker und Tänzer bereits für das aufwendige Stück. "Und zwar in Zusammenarbeit mit DansArt und dem AlarmTheater" , erklärt der Direktor der Musik- und Kunstschule. Die Idee für das Bielefelder Musical - inspiriert von der Deutschen Märchenstra8e - entwickelte der erfahrene Musiker, Musikpädagoge und Komponist bereits 2008. Da war er gerade in Bielefeld angekommen. Ein Jahr brauchte er für die Projektierung. Darauf folgte die Kompositlonsphase.

"Die Titel standen nach einem Jahr", schmunzelt der Komponist, dessen letztes Musical "Canto und das Geheimnis des Triotnus" 2002 beim Sikorski Verlag erschien. Natürlich waren noch Korrekturen notwendig. Stimmen mussten umgeschrieben oder Stücke - mit Blickauf die Instrumentengruppen - neu arrangiert werden. "Schließlich wollten wir in das Musical auch alle einbinden, macht er den Anspruch der Musik- und Kunstschule deutlich. Dabei setzte die MuKu im Volfeld auch auf ein Casting. "Wir haben tatsächlich ,neue Talente' entdeckt", schmunzelt Johannes Strzyzewski.

Durch zwei Akte führt die Musical-Reise. Angesiedelt zwischen Realität und Mystik. Und bewusst verortet in Bielefeld. Im Burgverlies der Sparrenburg entdeckt Johanna während eines Schulausflugs merkwürdige Zeichen an den Wänden. Zeichen, die die Schüler letztlich zum Blocksberg führen. In eine Welt von Magiern, Hexen und anderen Waldwesen. "Die reale Welt spiegelt sich schließlich in der Fantasiewelt", verrät Johannes Strzyzewski. Die Akteure setzen dies optisch und akustisch um. Neue Klangwelten inklusive.

"Die Percussionisten im Orchester werden mit einigen krummen Rhythmen zu hören sein", so der Leiter der MuKu. Diese waren nicht zuletzt für den 6o-köpfigen Chor eine besondere Herausforderung. Gern würde Johannes Strzyzewskl mit dieser Bielefelder Produktion einen Hype kreieren und verspricht schon jetzt Gänsehautfeeling. Sein Traum: "Ich fände es toll, wenn wir alle drei Jahre eine Lokalproduktion realisieren könnten." Er hofft auf tatkräftige Unterstützung. Denn: Ideen liegen für ihn in Blielefeld quasi vor der Tür. Aber jetzt kocht erst einmal der Hexenkessel. Mitten in Bielefeld.(C.B.)